Parkplatz Transform

Wir sind eine Berliner Initiative, die systematisch den Raum erfasst, den parkende Autos in der Stadt einnehmen.

Wir denken, Parkraum könnte besser genutzt werden - dafür liefern wir Argumente und die nötigen Daten.

Wir entwickeln eine App, mit der viele Menschen Parkplätze kartieren und so Transparenz schaffen können.

Wir suchen Mitstreiter:innen, wie dich, um uns für mehr Flächengerechtigkeit und eine lebenswertere Stadt stark zu machen!

Wir entwickeln eine App, mit der viele Menschen Parkplätze kartieren und so Transparenz schaffen können. Wir suchen Mitstreiter:innen, wie dich, um uns für mehr Flächengerechtigkeit und eine lebenswertere Stadt stark zu machen!

Fast alle sind sich einig: Berlin leidet unter zu vielen Autos. Autos verschmutzen die Luft in unserer Stadt. Autos verletzen und töten Radfahrende und Fußgänger*innen. Autos sind mitverantwortlich für die Klimakatastrophe. Autos machen Lärm und verbrauchen wertvolle Rohstoffe. Hinzu kommt: Auch Autos, die sich gar nicht bewegen, nehmen viel Raum ein. Meist ist es öffentlicher Raum, der durch parkende PKW privatisiert wird. Wir denken: Öffentlicher Raum kann besser genutzt werden.

Wie viel Raum parkende Autos in Berlin einnehmen, ist nicht klar. Nur dort, wo Parken kostenpflichtig ist, gibt es Parkplatz-Daten. Das ist jedoch nur sehr punktuell der Fall und so weiß in vielen Kiezen derzeit niemand, wie viele Parkplätze es gibt. Das wollen wir ändern. Wir wollen sichtbar machen, wie viel öffentlichen Raum Parkplätze tatsächlich einnehmen.

Mit unseren Zahlen wollen wir Druck dafür machen, dass Parken durchgängig kostenpflichtig wird. Denn wir wollen langfristig eine autofreie Stadt: Mit viel Raum für städtisches Grün, für Parks, für ÖPNV, für Fuß- und Radverkehr, für Cafés, Kultur und Wohnraum. Wir wollen Daten liefern, die Berliner*innen ermuntern, kreativ zu werden und neue sinnvolle Nutzungen unseres städtischen Raums zu entwickeln. Deshalb wollen wir gemeinsam Parkplätze kartieren, um ein Bewusstsein für das Ausmaß des Parkplatzproblems zu schaffen.

Wir sind eine ehrenamtliche Initiative und wollen möglichst viele Menschen am Kartieren beteiligen. So kann jede*r sehen, wie viel Raum derzeit von parkenden Autos beschlagnahmt wird. Wir haben einen Leitfaden und eine Technologie entwickelt, die das Zählen einfach macht. Wir wollen hochwertige Daten liefern, damit sie von Verbänden, Initiativen, Verwaltung und allen Interessierten genutzt werden. Es geht um Ideen für alternative Raumnutzung.

Wir beginnen dort, wo das Problem am größten ist und dort, wo Alternativen zu Parkplätzen besonders greifbar sind. Wir wollen durch unsere Kartierungen diejenigen in Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung stärken, die unser Anliegen unterstützen.

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Schau in ein paar Tagen nochmal vorbei!


Auf dieser Karte ist der von uns kartierte öffentliche Parkraum ⎼ markiert ■ eingezeichnet. Vollständige Daten zu allen kartierten Parkplätzen im Geo-JSON Format können hier heruntergeladen werden. Diese Daten beinhalten pro Straßenabschnitt den Anzahl der Parkplätze im öffentlichen Parkraum. (Privater Parkraum wie zum Beispiel Supermarkt-Parkplätze und Tiefgaragen sind nicht eingezeichnet.) Daneben haben wir eine Reihe von verschiedenen Charakteristika erhoben: Ist Parken nur zeitweise erlaubt? Wenn ja, wann besteht Parkverbot und wie wird der Parkplatz sonst genutzt? Liegt der Parkplatz parallel, diagonal oder quer zur Fahrbahn? Sind die Parkplätze auf der Straße markiert oder nicht? Sind die Parkplätze gebührenpflichtig oder nicht? Dürfen nur bestimmte Personen den Parkplatz nutzen, z.B. Menschen mit Behinderung, Anwohner:innen... ? Wird auf der Fahrbahn oder in einer Parkbucht geparkt?

Hier findest Du die kartographierte Anzahl an Parkplätzen pro Stadtbereich










Unsere Kartierungsergebnisse sind open data. Jede*r kann sie downloaden, verarbeiten, mit anderen Daten in Beziehung setzen (z.B. gibt es geographische Informationen im FIS-Broker). Hier seht ihr einige erste Beispiele für Analysen und Visualisierungen unserer Parkraumdaten. In unseren Analysen der Parkplätze im öffentlichen Raum in verschiedenen Kiezen nutzen wir lebensweltlich orientierte Räume LOR). Wir geben dabei einen Konfidenzbereich an, da mit unserer Kartierungsmethode manchmal die Zuordnung von Parkplätzen zu Kiezen nicht eindeutig ist, wenn Parkräume über Kiezgrenzen hinaus gehen.



Schillerkiez



Als Beispiel einer Auswertung auf Basis unserer Kartierungen haben wir den Parkraum im Schillerkiez thematisiert. Dort gibt es eine Initiative für einen verkehrsberuhigten "Kiezblock". Wir haben diese öffentliche Diskussion mit einer Analyse der Flächengerechtigkeit unterstützt. Im Schillerkiez ist der Anteil des Parkraums an der öffentlichen Straßenfläche besonders hoch und der Anteil öffentlicher Grünflächen besonders niedrig.



Können wir den öffentlichen Raum im Schillerkiez gerechter nutzen?

Wir finden: JA!


Parkplätze nehmen fast ein viertel des öffentlichen Straßenraums im Schillerkiez ein! Das heißt im Kiez ist die Fläche von fast fünf Fußballfeldern für Parkplätze reserviert.


Parkraum

-- Platz für Maschinen



4,5 Fußballplätze
für die Parkplätze von 30% der Anwohner*innen (Autobesitzer*innen)


Lebensraum

-- Platz für Menschen










2 Fußballplätze
für Grünflächen und Spielplätze von 100% der Anwohner*innen

Das ist mehr als doppelt so viel Fläche wie für Lebensraum (Grünanlagen und Spielplätze) bereitgestellt wird. Während ein Parkplatz nur einer (meist ökonomisch besser gestellten) Minderheit zum Abstellen ihres PKW hilft dienen Grünanlagen allen Stadtbewohnern. Es besitzen aber nur 30% der Anwohner*innen ein Auto.

Wir finden, dieses Verhätnis ist nicht zukunftsweisend, weder für die Gesundheit einer wachsenden urbanen Bevölkerung noch für die Anpassung und die Mitigation des Klimawandels!







Klimastreik 29.11.2019 in Berlin - Aufbau Stehzeug (privat)

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